Virtuelles Logbuch
Hier erfahrt ihr alles über den Stand der Roci sowie alle Törns von WiR. Viel Spass beim Stöbern!
Newsletter 02/25 und Törnupdate 2026
18. Juli 2025
Liebe Freundinnen und Freunde, alte und neue, willkommen beim neuen Newsletter von Wo ist Roci? – Segelreisen.
Newsletter 01/25
22. März 2025
Wie erwartet setzte dann ab Freitag der Wind ein und erreichte selbst im Hafen von Ponta Delgada in der Abdeckung Windgeschwindigkeiten von über 40 Knoten. Aber wir waren vorbereitet, hatten alles geräumt oder festgebunden und auch Roci selbst mit einer Vielzahl an Springs in einer Art Netz gebunden, um größere Belastungen zu vermeiden. Unsere kleine Crew erforschte an diesen stürmischen und regnerischen Tagen die Insel und bewunderten die riesigen Wellen, die an der Nordseite der Insel anbrandeten. Auch die heißen Quellen von Furnas wurden besucht und das eine oder andere Käsetoast verdrückt. Nun war leider schon Samstag und Halbzeit. Das Problem war, dass wir nur ein Sechstel des Törns hinter uns gebracht hatten und das Wetter, wie wir es auch drehten und wendeten, uns keine Option zeigte sicher nach Faro an der Algarve zu gelangen. Gleichzeitig hatte ich aber einen Kran Termin für das Refit am kommenden Freitag vereinbart. Es sah alles ganz übel aus. Ein Lichtblick war, dass beide Mitsegler noch Zeit an der Algarve eingeplant hatten, was uns gut zu pass kam.
Update Atlantiküberquerung
24. November 2024
Liebe Leute, Rocinante, Jan und Crew sind auf den Kap Verden angekommen. Und sie hatten eine sehr gute Zeit. Sie sind pünktlich am Montag, den 11.11.2024 losgekommen und haben Mindelo ziemlich genau eine Woche später erreicht. Nach einem sehr guten Start mit tollen Etmalen, nahm der Wind leider mehr und mehr ab, bis eine Unterstützung durch den Motor nicht mehr vermeidbar war. Dennoch haben sie sich nicht unterkriegen lassen, hervorragend gegessen und ihre Zeit auf der Hohen See in vollen Zügen genossen.
Newsletter 05/2024
1. November 2024
News and Törnplan 2025 Liebe Freunde und Freundinnen des Segelns, liebe Freunde und Freundinnen von Wo ist Roci? – Segelreisen! Das letzte Jahr hat sich an vielen Stellen ganz anders entwickelt, als wir es erwartet haben. Manches war schwierig, viel schwieriger als erwartet, manches war ganz einfach. Und am Ende stehen doch so viele Erinnerungen und Erfahrungen, die uns voranbringen werden. Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam mit euch seit dem September 2023 erreicht haben. Eine große Atlantikrunde und eine kleine Mittelmeerrunde haben uns in etwas mehr als einem Jahr in 17 Länder geführt. So viele tolle Menschen waren an Bord und so viele tolle Geschichten sind entstanden. Wir sind sehr dankbar für all das! Und der Dank gilt euch! Danke!
Newsletter 04/24
29. Oktober 2024
Ihr Lieben, Neben einigen Neuigkeiten folgt hier auch der detaillierte Bericht über das Abenteuer „Ruderbruch im Bermudadreieck“.
Newsletter 03/24
29. Oktober 2024
Adieu Karibik, hello Europa, good bye Ruder Ihr Lieben, Lange habe ich mich mal wieder nicht gemeldet. Aber es war auch wirklich einiges los, dass sich erstmal lösen musste. Bevor ich starte, möchte ich mich ganz herzlich für die vielen Rückmeldungen von Euch bedanken. Dass so viele diese kleinen, wenig poetischen Berichte, mit so viel Freude, lesen macht mich sehr glücklich. Danke! Die Saison in der Karibik endet bekanntermaßen am 1.Juni eines jeden Jahres mit dem offiziellen Beginn der Hurrikan Saison. Auch wenn sich mehr und mehr benannte tropische Stürme, also Wettersysteme, die so groß und/oder verheerend genug sind, dass die Metereolog*innen ihnen Namen geben, oder bereits Hurrikane in den Mai schleichen, spricht mensch vorerst weiterhin von der Saison von Juni – November. Also zieht die Karawane, entweder nach Süden in den Bereich der Karibik, die auf Grund der geringeren Coriolis-Kraft selten bis gar nicht von einem tropischen Stürmen betroffen ist (auch hier verändert sich das Wetter, wie wir so dramatisch mit dem Tropensturm Beryl erleben mussten), sich in eins der sogenannten Hurrikane-Holes zurück oder, so wie wir zuerst nach Norden und dann weiter nach Osten, zurück nach Europa.
Newsletter 02/24
29. Oktober 2024
Es geht wieder los. Am Samstag startet die Wo ist Roci – Saison 2024. Ich werde bereits am Donnerstag nach St. Martin fliegen, wo ich endlich Rocinante wiedersehe. In der Zwischenzeit hat mein Vater Pit sich aufopferungsvoll um sie gekümmert und sie von Martinique bis nach St. Martin gesegelt. Viele Dank dafür!
Newsletter 01/24
24. Januar 2024
Ahoi meine Lieben! 2023 durften Rocinante und ich mit Euch an Bord tolle Törns erleben. Von Portugal, über Madeira, die Kanarischen Inseln, Kap Verde bis zu den kleinen Antillen im Süden der Karibik konnten wir wundervolle Ziele anlaufen. Eure Begeisterung und Freude haben diese Reisen unvergesslich gemacht. Fantastische Momente werden in Erinnerung bleiben – danke dafür
Newsletter 05/23
24. Juli 2023
Meine Lieben, so lange habe ich davon gesprochen und geschrieben. Zuletzt habe ich auch noch angefangen davon zu träumen und nicht immer waren es schöne Träume. Am Montag den 24.07.2023 geht es los. Mein Freund Max und ich brechen nach Portugal zu Rocinante auf. Der Bus, ein Mercedes Vito, wird vollgepackt sein bis unter das Dach. Mit dabei sind: Ein neues Liferaft, Blöcke, hunderte Meter neue Schoten und Falle, Decken, Bezüge, Unmengen an Werkzeug und Zubehör, der neue Spinnacker, die Kites, das Kiteboard, das neue SUP, Lampen, meine Ukulele und weitere Accessoires mit denen wir Musik machen können und vieles, vieles mehr. Auch dabei sein, werden alle meine Klamotten, da sich mein Lebensmittelpunkt bis ins neue Jahr hinein auf Roci verlagern wird und ich dementsprechend, bei allen Dingen, die ich u.U. nicht so einfach im Ausland bekomme, über ein halbes Jahr vorausplanen muss. Ihr merkt, ob das Auto am Montagabend überhaupt noch fährt, wird sich zeigen.
Newsletter 04/23
30. Mai 2023
Liebe Freunde, Jan ist zurück vom Atlantik. Die letzten sieben Wochen war er mit drei Mitstreitern unterwegs, um Moana, eine schöne Dufour 500 GL, von Grenada bis nach Sizilien zu bringen. Es war ein außergewöhnlich langes Delivery und hat eine Menge neuer Erfahrungen gebracht. Und natürlich ist für jede und jeden professionelle/n Segler*in so ein Projekt ein qualifizierender Meilenstein im Lebenslauf. Während die Atlantik Überquerung selbst, mit 15 Tagen von St. Maarten nach Horta, Faial, ohne größere Vorkommnisse und recht zügig ablief, wurde die Etappe von Cadiz nach Gibraltar zu der kürzesten und gleichzeitig stressigsten, von den insgesamt sechs Teilstrecken. @ Jan Kamenz Vielleicht hat ja der Eine oder die Andere von Euch bereits davon gehört, dass der Bereich zwischen Tarifa im Osten, Barbate im Norden und Kap Spartel bei Tanger im Süden im Moment für Segelschiffe nicht sicher ist. Immer wieder kommt es zu Interaktionen mit verschiedenen Gruppen von Orkas. Aktuell sind es wohl sechs verschiedene Gruppen, die sich in diesem Gebiet aufhalten und während die Segel Community, genauso wie die Wissenschaft, noch rätselt, worum es hier eigentlich geht, kommt es weiterhin zu Interaktionen, die in den meisten Fällen glimpflich ausgehen und doch, in einzelnen Fällen, durch Beschädigung des Ruderschafts und dem Eindringen von Wasser, zum Sinken der betroffenen Schiffe geführt hat. Sprich der Mensch zieht hier eigentlich immer den Kürzeren. Als Jan und seine Crew dieses Gebiet Anfang Mai passierte folgten sie den Informationen von Seiten und WhatsApp Gruppen wie: orcas.pt https://www.orcaiberica.org/ Die Empfehlungen zu diesem Zeitpunkt waren klar: In dem bereits Erwähnten Hotspot, zwischen Barbate und Tarifa solle, ausschließlich bei Tag und guten Bedingungen, möglichst nah an der Küste gefahren werden. Sollte eine Gruppe oder einzelne Tiere gesichtet werden, dann sei sofort mit Vollgas das Gebiet zu verlassen und ein Funkspruch abzusetzen. Sofern erkennbar ist, wie die interagierenden Tiere zu ihrer Gruppe positioniert sind, solle man die Richtung wählen, die sie voneinander entfernen, sich also von der Gruppe entfernen. Zur Erklärung: Diese neue Handlungsanweisung stammt von verschiedenen Akteuren, Seglern wie Biologen, und widerspricht der alten Empfehlung sich kategorisch tot zu stellen. Auch diese Informationen sind mitnichten wissenschaftlich erhoben oder getestet. Es sind Erfahrungswerte einer extrem kleinen Grundgesamtheit und somit können keine Sicherheiten gegeben werden, sollte sich ein Schiff in der Situation verhalten, wie oben erwähnt, es dann schadlos bleibt. Aber die mittlerweile gegebenen Handlungsanweisungen sind zumindest mit meeresbiologischen Erkenntnissen aus der Orka Forschung verwoben und berücksichtigen das grundsätzliche Verhalten der Tiere. Gleichzeitig sind sie plausibel, zumindest sehen wir bei Wo ist Roci? das so. Jan, der ja nun schon mehrmals in diesem Gebiet unterwegs war, einmal mit einer Interaktion mit Beschädigung seines Schiffes in 2021, einer Sichtung und einer Erfolgreichen Querung des Gebietes ohne Sichtung, beides in 2023, hat sich jedes Mal anders verhalten und würde es, je nach Situation, wieder so machen. Zum Beispiel sichteten seine Crew und er in diesem Jahr auf dem Weg nach Cadiz, also noch vor dem Befahren des Hotspots, eine größere Gruppe Orkas ca. 30sm von Land entfernt, im Golf von Cadiz. Da die Orkas nicht auf sie zu kamen und eine größere Distanz von mind. einer halben Seemeile gegeben war, stellten sie sich sofort tot. Alle Geräte außer Funk aus, Motor aus, nur keine Aufmerksamkeit erzeugen war ihr Motto. Und es funktionierte. Die Gruppe zog weiter friedlich Ihrer Wege und nach einer knappen halben Stunde, machten sich auch Jan und seine Crew auf der Moana, auf einem 90 Grad Kurs zur Zugrichtung der Orkas, auf den Weg zu ihrem Ziel. Trotz des „Totstellens“ in dieser Situation folgten sie wenige Tage später der empfohlenen Strategie und fuhren bei guter Sicht und einfachem Wetter, heißt leichte Winde aus einer geeigneten Richtung, in ihrem Fall fast Flaute oder ganz leichte Westwinde, sehr nah an Land. Sie folgten tatsächlich der 10m Tiefenlinie so oft es ging und waren jederzeit bereit Reißaus zunehmen. Das soll nur festhalten, dass ein sklavisches Folgen der Empfehlungen auch kein Garant für Sicherheit sein muss. Oder ein sich nicht daran halten immer schief geht. Und, dass jede/r Segler*in in jeder Situation seine/ihre eigenen Entscheidungen treffen muss und gut daran tut, diese anhand der vorherrschenden Situation abzuwägen.
Newsletter 03/23
1. Mai 2023
Wie die Zeit vergeht! Dies ist bereits der dritte Newsletter in diesem Jahr und das bedeutet, auch wenn dieser, aus Gründen, etwas verspätet erscheint, dass Roci, nach Ihrer ersten Atlantik Umrundung, in ca. drei Monaten bereits wieder in Portugal sein wird und dass die ersten Törns dann unmittelbar losgehen. Die Vorfreude, sowohl auf das Refit von Rocinante, als auch auf die ersten Törns, steigt so langsam ins unermessliche. Für alle die von Euch, die bereits einen der Törns gebucht haben: Freut Ihr Euch auch schon so doll? Für alle, die noch zögern: Bucht jetzt einen der noch freien Plätze und freut Euch mit uns!
Newsletter 02/23
17. März 2023
Ihr Lieben, alle Zeichen stehen auf Segeln. Draußen ist es zumindest in Berlin im Moment fast frühlingshaft und so langsam kann mensch sich vorstellen, dass in wenigen Wochen an der Ostsee die Saison losgehen soll. Wer etwas mit Segelsport zu tun hat, kann fühlen, wie die Spannung steigt. Für die von uns, die den Wahnsinnigen im Südpolarmeer im Moment zuschauen, hat die Saison, ja gar nicht richtig aufgehört, wenn auch eher passiv. https://www.theoceanrace.com/ Die Wo ist Roci? [ˈrɔssiː] Törns bis Anfang 2024 stehen ja seit kurzem fest und wir freuen uns total über euer Interesse. Keine Angst, noch sind auf dem einen oder anderen Törn Plätze frei. Wir aktualisieren den Buchungsstand jetzt auch unter https://woistroci.de/routen, so könnt ihr schauen, ob es auf dem bevorzugten Törn noch Kojen gibt. In den nächsten Wochen wird dann die zweite Hälfte der Karibik Törns, bis zurück nach Portugal im nächsten Frühsommer, rauskommen. Da werden wieder so ein paar richtige kracher Törns dabei sein. So als kleiner Teaser: Wale gucken in der Dominikanischen Republik, Inselparadiese fernab der Zivilisation Turks & Caicos und Ragged Island, Exuma Cays und Miami!
Die Nr. 1 der Newsletter in 2023
30. Januar 2023
Lange waren wir weg. Erst haben wir im Dezember (Sorry, Fehler im Newsletter) noch ein Schiff überführt. Ja, auch so etwas machen wir bei Wo ist Roci?, dann war Weihnachten und dann hat unser Geschäftsführer, Skipper, Vertriebs- und Marketingleiter in Personalunion, Jan, der hier auch in der dritten Person über sich selbst schreibt, was irgendwie schräg ist, seinen SHS, seinen Sporthochseeschifferschein vorbereiten müssen, was unheimlich Arbeits- und Zeitintensiv war. Aber der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Er hat alle Prüfungsteile bestanden und darf sich jetzt nicht nur einfach Sporthochseeschiffer nennen, sondern hat eben auch den höchsten deutschen amtlichen Führerschein zum Führen von Motor- und Segelyachten in der weltweiten Fahrt erlangt. Außerdem kann er jetzt mit der Sonne und dem Mond die Schiffposition bestimmen. Wow! Er freut sich sicher sehr…
Die Bretagne
9. Oktober 2022
Hallo Du, es ist schon etwas her, dass wir uns gesprochen haben. Im Moment bin ich nach einer kurzen Pause erneut als Segellehrer unterwegs. Diesmal auf Mallorca. Aber auch diese Zeit neigt sich bereits dem Ende entgegen. Abschließen werde ich diese Episode mit einer Überführung der Spirit, der Bavaria 44, auf der ich im Moment lebe, von Palma nach Málaga. Rocinante ist weiterhin auf Ihrem Weg in Richtung großer Sprung über den großen Teich, auch wenn es noch etwas hin ist. Im Moment befinden sich die Fünf auf Fuerteventura und insbesondere Susanna schreibt fleißig Berichte über ihre Erlebnisse. https://www.immermeersehn.ch/ Ich schulde Dir noch einen Bericht über unsere Zeit in der Bretagne, meine einhand Segelerfahrung von Brest nach Terceira, Azoren und unserer Reise von den Azoren zurück nach kontinental Portugal. Schau Dir auch schon Mal die Törns im nächsten Jahr an. https://woistroci.de/routen/ Hier also die Bretagne: St. Malo nach Brest Die bretonische Küste, rau und im Mai morgens noch in leichtem Nebel, ist wunderschön. So viel schon mal vorab.
Die Kanalinseln
7. Oktober 2022
Bonjour, während sich Rocinante mit Aurel, Susanna und den Kindern auf dem Weg nach Madeira befindet, bin ich als Segellehrer in Südfrankreich tätig. Ich war schon lange nicht mehr an der Cote d’Azur und ich muss sagen, die Gegend zwischen Marseille und Nizza gefällt mir zundehmend. Es gibt viele tolle Ankerplätze und sehr, sehr, sehr viel schönes Wetter. Und ich beginne bereits im Kopf mit den Planungen einer „Wo ist Roci? goes Meds“ in zwei oder drei Jahren. Der nun folgende Newsletter ist über einen Törn auf den ich mich sehr gefreut habe und auch in der Törnplanung als Schmankerl angekündigt habe. Es wird von Le Havre über Aldernay, Guernsey und Jersey nach St. Malo gehen.
Ostende Le Havre Mai 2022 – Blog Nr. 13
30. August 2022
Liebe Lesenden, obwohl Roci und ich, nach einer aufregenden Offshore Passage von den Azoren, bereits in Portimão angekommen sind, folgt hier nun unser Bericht über die Reise von Ostende bis Le Havre im Mai 2022. Die Reiseabschnitte Kanalinseln, Bretagne, Einhand auf die Azoren und Azoren folgen. Es wird also auch in der zweiten Jahreshälfte nicht langweilig werden. Meine und Rocis gemeinsame Reise endet hier. Zumindest für eine Weile. Wie Du vielleicht weißt, habe ich die Möglichkeit bekommen Rocinante für 13 Monate an eine befreundete Familie abzugeben. Diese Familie wird mit Roci eine Atlantikrunde drehen. Also die gleiche Route segeln, die Roci und ich dann ab dem nächsten Sommer 2023 Dir anbieten werden. Losgehen wird es in Portimão. Mit Törns über Madeira, die Kanaren und Cap Verde wird Roci dann in der Karibik an- und dem europäischen Winter entkommen. Dort wird es mit vielen Abstechern durch die wunderbare Karibik langsam nach Norden gehen, um dann im Frühsommer über die Azoren wieder nach Portugal zurückzukehren. Wenn Du schon mal schauen willst welche Region für dich in der Saison 2023/24 in Frage kommt, dann kannst Du Roci weiterhin über unsere Homepage folgen. Zusätzlich kannst Du auch Susanna und Aurel auf ihrem Blog bei ihren Abenteuern begleiten. https://www.immermeersehn.ch/blog-1/ Im Zuge der nächsten Newsletter werde ich auch schon die Ersten Törns für die Saison 2023/24 veröffentlichen. Und den direkten Link zu den neuen Törns in 2023/24 gibt es hier: Törns 2023 Jetzt aber erstmal wieder zurück in den Mai… Die Normandie Nach fünf Tagen Ruhe und Basteln in Ostende besuchten mich meine Eltern, die mich über meinen bevorstehenden Geburtstag begleiten wollten. Und natürlich wollten Sie auch Roci, nach so vielen Geschichten und Bildern, einmal besser kennenlernen. Ursprünglich planten wir, dass meine Eltern am Freitag und meine Schwester am Samstag nach Ostende kommen sollten. Am Sonntag wollte sich dann noch meine Frau Lena zu uns gesellen. Das Wetter spielte jedoch insofern nicht mit, als dass Samstag guter Wind aus Nord angesagt war und Sonntag Flaute. Also entschieden wir uns spontan, den Plan zu ändern und bereits am Samstag den Wind zu nutzen und nach Calais zu segeln. Die knapp 50 sm wollten wir in ca. 10 Stunden hinter uns bringen. Wieder musste die Tide und die Schleusenzeiten der Marina in Ostende mit eingeplant werden. Um 18.00 Uhr am Freitagabend wurden wir dann in den Vorhafen geschleust und machten, wie bereits bei unserer Ankunft, am Wartesteiger fest. Hochwasser würde am nächsten Tag um 06.00 Uhr sein und so war zeitiges ins Bett gehen angesagt. Früh am nächsten Morgen war es noch empfindlich kalt. Der Himmel zeigte sich grau und strahlte eine ungemütliche Atmosphäre aus. Aber wir hatten Glück; der anfänglich eher schwache Wind nahm stetig zu, die Wolkendecke riss nach und nach auf und uns wurde ein sehr schönen Segeltag beschert. Lord Hyva, die Windsteueranlage, steuerte uns stabil in Richtung Westen und wir hatten eigentlich nicht viel zu tun. Die durch lange Sandstrände geprägte und schön anzuschauende Küste Belgiens zieht sich durch die Städte Nieuwpoort und Dunkerque, nicht so schön anzuschauen, unterbrochen bis zur französischen Grenze. Je näher man dem Nadelöhr zwischen Calais und Dover kommt, desto mehr steigt die Küste an und wird zu dem Pendant der berühmten Kreidefelsen von Dover. Mit einer Entfernung von unter 20 sm zwischen den beiden Küsten konnten wir die englische Steilküste sogar sehen.
Auf nach Belgien
3. Juni 2022
Kurz bevor ich auf meine allererste Einhand-Etappe gehe, möchte ich Dich einladen mich und Roci von Rotterdam nach Ostende zu begleiten. Der Bericht ist erneut etwas länger, aber ich hoffe Du hast trotzdem Spaß an der Lektüre. Roci und ich sind aktuell in Brest, also etwa drei Woche voraus. Es folgen also noch Berichte über die Normandie, die Kanalinseln und die Bretagne. Zuvor geht es aber, wie bereits erwähnt, auf meine Einhand-Etappe von Brest auf die Azoren. D.h. nur Roci und ich werden ab Donnerstag nonstop die ca. 1100 sm nach Terceira bestreiten. Wenn Du uns begleiten möchtest und wissen willst wo wir uns aktuell aufhalten, kannst Du uns weiterhin auch live tracken. Den Link zu der Trackingseite findet ihr hier: Home Wie immer: Solltest Du spontan Lust auf Segeln haben, dann melde Dich jederzeit. Wir werden mit jeder Woche besser und die Kullissen für unsere Törns sind ein Traum. Törn 8: Samstag 11.06.2022 Terceira (ehemals Horta), Azoren, 2 Wochen Offshore Passage. Drück den Button für mehr Infos. Törns Jetzt geht es los. Viel Spaß beim lesen Rotterdam Nun waren wir in Rotterdam. So rechtzeitig, dass wir sogar noch den gesamten Montag zum Sightseeing nutzen konnten, denn Anthea und Max, die mit mir seit Hamburg unterwegs waren, mussten erst am Dienstag wieder nach Berlin. Das Wetter war uns, nach den ersten schweren regnerischen und stürmischen Tagen, ebenfalls seit der deutschen Nordsee gewogen und so bereiteten wir uns auf einen frühlingshaften Tag in Rotterdam vor. Unsere Ziele waren das Hotel New York, von dem aus über die Jahre tausende, wenn nicht sogar hunderttausende Menschen, ihre Passage mit dem Schiff über den Ozean in die „neue Welt” begonnen haben, das beeindruckende Gebäude de Rotterdam, die sog. vertikale Stadt, erdacht von dem berühmten Architekten Rem Koolhaas, und der sehr hübsche Innenstadtpark. Bei tatsächlich milden Temperaturen war der Park bereits voll mit entspannten Menschen auf Ihren Decken, die den Geruch des Grases und der bereits blühenden Blumen und Pflanzen genossen. Auch der Bärlauch blühte und war mit seinen weißen, den Maiglöckchen sehr ähnlichen Blüten, besonders schön anzuschauen. Über den Geruch dieser Pflanze lässt sich jedoch wahrscheinlich vortrefflich streiten. Auch ein paar Kaltgetränke auf den Terrassen der Cafés durften natürlich nicht fehlen. Mit ein paar Aperol Spritz aus eigener Herstellung ließen wir den Tag dann auf Roci ausklingen. Ab dem nächsten Tag, nach der Abreise meiner beiden Freunde, stand dann wieder die Endlose Liste im Mittelpunkt. Der Geräteträger musste vom ersten Flugrost befreit werden, am Heck und im Bad gab ein paar kleinere Gelcoatarbeiten zu erledigen, es musste geputzt und aufgeräumt werden, aber der Inverter spielte in meiner Prio Liste eine besondere Rolle.
Was bisher geschah pt. 2
5. Mai 2022
Wie angekündigt folgt hier der zweite Teil des Berichts meiner und Rocis Reise bis Rotterdam. Natürlich sind wir ja nicht faul und mittlerweile schon in Frankreich. Du kannst Dich also bereits auf die nächsten Reiseberichte über unsere Zeit in Belgien und Frankreich, wo wir im Moment sind, freuen.Wenn Du genau wissen willst wo wir uns aufhalten, kannst Du uns weiterhin auch live begleiten. Der Link zu der Trackingseite lautet: https://forecast.predictwind.com/tracking/display/SVRocinante Wie immer: Solltest Du spontan Lust auf Segeln haben, dann melde Dich jederzeit. Wir werden mit jeder Woche besser und die Kullissen für unsere Törns sind ein Traum. Nächste Einstiege sind: Samstag 07.05.2022 in Le Havre,Samstag 14.05.2022 St. Malo,Samstag 21.05.2022 Brest 3 Wochen Offshorepassage undSamstag 11.06.2022 Terceira, Azoren (Änderung zum Törnplan auf der Homepage) 2 Wochen Offshore Passage. Solltest Du Lust haben, aber nicht an einem der Einstiege sein können, dann melde Dich trotzdem. Wir bekommen bestimmt auch etwas auf dem Weg hin. etzt geht es los. Dieser Bericht beinhaltet unsere Fahrt nach Amsterdam durch das Ijssel- und das Markermeer, Amsterdam, die Stande Maast Route, Gouda und unsere Ankunft in Rotterdam. Viel Spaß beim lesen Ijsselmeer Trotz des Erfolgs, in einem Rutsch und über Nacht bis nach Maakum am Ijsselmeer gekommen zu sein, waren wir natürlich ziemlich fertig auf den Reifen und gönnten uns etwas Ruhe. Auch am nächsten Tag machten wir erstmal langsam und jetzt, befreit von den Zwängen, die Ebbe und Flut uns auferlegt hatten, begannen wir unsere recht kurzen Etappen nach Amsterdam. Die Erste von gerade mal 20 Seemeilen nach Enkhuizen starteten wir erst gegen Mittag. Ein völlig ereignisloser Tag quasi ohne Wind und unter Motor, mit der tatkräftigen Unterstützung von David Bowie aus den Außenlautsprechern, zum anderen Ende des Ijsselmeeres folgte. Das Ijsselmeer war früher einmal Nordsee bzw. Waddenzee und wurde zu Beginn des 20ten Jahrhunderts dem Meer abgerungen und durch einen großen Damm begrenzt und genutzt um Land zu gewinnen. Also ein Teil der ehemaligen Waddenzee ist jetzt das Ijsselmeer, flach, vergleichsweise ruhig und vor allen Dingen Gezeiten befreit. Der andere Teil wurde trocken gelegt und zu Agrar- und Wohnflächen umgewandelt. So kommt es auch, dass die Städte wie Maakumn und auch Enkhuizen noch diesen friesischen Charme und den Habitus von ehemals bedeutenden Handels- und Fischereizentren haben.Enkhuizen, ein ziemlich klassisch, niederländisch, pittoreskes Städtchen mit alten Steinen und Häusern, an der Schleuse vom Ijsselmeer ins Markermeer, ist sehr interessant zu erkunden. Ein kleiner Spaziergang durch das historische Zentrum, mit seiner großen gotischen Kirche und dem beeindruckenden ehemaligen Wehrturm und der Genuss einer hervorragenden Pizza, lässt uns die uns Stadt in guter Erinnerung behalten. Aber natürlich gab es auch noch was von der „endlosen Liste“ zu erledigen. Und so entschieden wir uns noch vor Stadtspaziergang und Pizza unsere Salinge zu richten. Die Rigger in Hamburg hatten mich darauf hingewiesen, dass die „Salinge hängen“, d.h. leicht in Richtung Deck und nicht leicht zum Himmel, wie es eigentlich sein sollte, streben. Wir steckten die Köpfe zusammen, machten einen Plan und zogen mich in den Mast. Rocinante hat zwei Salinge, eine bei ca. 2/3 Masthöhe und eine bei ca. 1/3 Masthöhe. Für den ungeübten und unerfahrenen Kletterer, wie mich, ist schon immer wieder aufregend in ca. 20 Meter Höhe handwerkliche Arbeiten durchzuführen. Aber es musste sein und nach anfänglichem Unwohlsein, ob der Höhe, gewöhnte ich mich recht schnell ein und entwickelte mehr Vertrauen zu den Leinen, die mich hielten. In meinem sog. Bootsmannstuhl sitzend lockerte ich die Salinge und Max und Anthea die Wanten. Mit der Umwidmung eines Falls, waren wir nach einigen Versuchen in der Lage die Salinge anzuheben und in der neuen Position wieder festzumachen. Nach ca. zwei Stunden war ich wieder sicher an Deck und musste schwer damit rechnen am nächsten Tag einen schlimmen Muskelkater davonzutragen. Spaß hat es trotzdem gemacht. Und es ist immer ein gutes Gefühl etwas von der endlosen Liste zu streichen. Maarkermeer und Amsterdam Unser nächstes Ziel war Amsterdam. Amsterdam! Wie geil würde es sein auf dem Schiff nach Amsterdam einzufahren.Gleich am nächsten Morgen ging es weiter. Durch die Schleuse Krabbersgat fuhren wir in das Markermeer. Auch an diesem Tag war praktisch Flaute und wir motorten in Richtung Amsterdam. Genauso wie die Einfahrt auf der Elbe nach Hamburg ist es auch in Amsterdam ein tolles Gefühl auf der Ij, dem einem der Flüsse durch Amsterdam, in Richtung Innenstadt zu fahren. Es muss nur eine Klappbrücke passiert werden und schon ist man auf dem Weg und nach kurzer Zeit kommt der Hauptbahnhof Amsterdam Centraal an backbord auf. Unsere Marina Sixhaven lag in Amsterdam Noord, genau gegenüber des Hauptbahnhofs und nur eine kurze Fahrt mit einer der all gegenwärtigen Fähren über den Fluss. Von hier aus wollten wir am nächsten Abend dann in die berühmte Stande Maast Route starten. Aber zuerst stand „in das Leben von Amsterdam eintauchen“ auf der Liste. Die Sonne schien und es war wohl auch für Amsterdam und seine Bewohnerschaft einer der ersten warmen Frühlingstage. Die Cafés waren voll und alle Menschen flanierten auf den Straßen. Ich weiß nicht, ob es diesen Spruch tatsächlich gibt, aber „Was in Amsterdam passiert bleibt auch in Amsterdam“. Soviel nur zu unserem Abend: Es war lustig! Stande Maast Route Nach dem Auskatern in unserer Marina machten wir uns am nächsten Abend gegen 18.30 Uhr auf den Weg, die Einfahrt der Stande Maast Route zu suchen. Die Stande Maast Route ist eine niederländische Besonderheit. Für alle, die noch nie etwas davon gehört haben, sie ist ein Kanalsystem durch die ganzen Niederlande mit verschiedenen Strecken, die alle durch Schleusen, Dreh-, Hebe- und Klappbrücken durchgehend mit stehendem Mast befahrbar sind. Viele Brücken werden automatisch bei der Annäherung für den Auto- und Fußgängerverkehr gesperrt. Bei manchen anderen muss sich per Funk gemeldet werden und dann werden sie geöffnet. Wir wählten also die Route durch Amsterdam. Zuerst mussten wir im Alten Holzhafen die erste Brücke und somit die Einfahrt in die Route finden, was sehr gut gelang, da die Brücke genau mit unserer Ankunft geöffnet wurde und wir mit den zwei weiteren Booten, die dort warteten, in den Kanal einfahren konnten. Dort hieß es erstmal warten. Die folgende Brücke, eine Eisenbahnbrücke, die nur einmal am Tag zwischen 22.00 Uhr und 02.00 Uhr morgens geöffnet wird, war noch nicht so weit. So hatten wir noch Zeit uns bei dem Wasseramt zu melden, was eigentlich schon vor der Einfahrt an der ersten Brücke hätte passieren sollen. Wir liefen zurück zu der Brücke und stellten fest, dass die Mitarbeiter dermaßen entspannt waren. Kein Name, keine Größe, keine Gebühren. Das ging gut los. Zurück auf Roci kochten und aßen wir und legten uns im Anschluss noch einmal hin. Das UKW Radio laut auf Kanal 69 damit wir die Ansage durch den Brückenoperator, wann es losgeht, nicht verpassten. Um kurz nach 22.00 Uhr kam die Info, dass die Brücke heute erst gegen 02.00 Uhr geöffnet wird, was immer mit dem Zugfahrplan von und nach Amsterdam in Verbindung steht. So drehten wir uns nochmal um und warteten erneut. Um kurz nach 02.00 Uhr kam die Durchsage, dass noch eine weitere halbe Stunde abgewartet werden muss, bevor es losgehen kann. Das hat schon ganz schön geschlaucht, die ganze Warterei. Auch, weil ich ja nicht sehr entspannt war vor so einer aufregenden Angelegenheit. Aber von da an lief es wie am Schnürchen. Unser kleiner Konvoi dampfte durch die äußeren Grachten des Jordaan und die Mitarbeiter/innen des Wasseramtes immer nebenher, um die nächste Brücke rechtzeitig zu öffnen. Es war unerwartet wenig los auf den Straßen und trotzdem ist es schon etwas sehr Besonderes durch diese schmalen Kanäle, mittendurch durch so eine Metropole, mit dem Schiff zu fahren. Die Lichter und die spärlichen Menschen, denen man fast vom Schiff aus, die Hand geben konnte, machten eine besondere für Segler auch ungewohnte Atmosphäre. Insofern ist die Stande Maast Route nicht nur praktisch, da man sich große Teile einer nicht einfach zu segelnden Nordsee sparen kann, sondern auch einfach ein einmaliges Erlebnis. Ca. zwei Stunden dauerte die Fahrt bis zum nächsten Bottleneck, der Autobahnbrücke beim Flughafen Schiphol. Wir wurden noch in das Nieuwe Meer geschleust, machten aber an dem Anleger direkt hinter der Schleuse fest und legten uns nochmal für eine Stunde hin. Die Autobahnbrücke sollte um 07.00 Uhr geöffnet werden. Alleine, dass eine Autobahn für drei Boote gesperrt wird ist für mich unfassbar und zeigt den Stellenwert, den Segeln in den Niederlanden hat. Um 06.00 Uhr ging es weiter und durch die dann hoffentlich offene Brücke. Ab da war es erneut einfach großartig. Es war wunderschönes Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein, wenn auch ordentlich kalt. Die Landschaft geprägt von Wiesen und kleineren Dörfern und Städten in der pittoresken Art, wie man es aus nur aus den Niederlanden kennt und die einfach bezaubernd anzuschauen sind. Und natürlich Brücken, die sich fast wie von Zauberhand öffneten und so keinerlei Verzögerung verursachten. Traumhaft! Auf diese Art und Weise hätten wir entspannt noch am selben Tag in Rotterdam sein können. Wir hatten allerdings noch etwas Zeit bis wir dort sein mussten und entschieden uns für eine Nacht in der Stadt Gouda zu bleiben. Gouda Gegen 13.00 Uhr bereits machten wir in der sehr flachen, etwas kramigen Marina Gouda fest. Der Hafenmeister wies uns einen Platz an, bei dem wir beide merkten, dass Roci mit dem Kiel im Schlick stecken blieb. Aber wir waren nah genug am Steg, der Boden war weich und Roci kannte das ja auch schon aus Hamburg, wo sie in Finkenwerder bei Ebbe auch immer im Schlick steckte. So war nur ein Lachen und ein Augenzwinkern die Folge und wir konnten bald unseren Stadtrundgang beginnen.Auch Gouda ist ein hübsches Städtchen, wobei man sich fragt ob es in dieser Region überhaupt etwas anderes gibt. Natürlich hat Gouda ein Käsemuseum, allerdings scheint man etwas müde von der ständigen Käseassoziation zu sein. Denn darüber hinaus zeigte es sich nicht sehr Käseorientiert. Eher stehen das auf dem zentralen Markplatz gelegene Rathaus und die Kirche, Sintjanskerk im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Kirche ist zudem die längste Kirche der Niederlande, was mit einigem Stolz zu erfahren ist. Bei einem Rundgang um die mittelalterliche Kirche konnten wir ihre Länge auch empirisch bestätigen. Ansonsten kämpft Gouda wohl mit dem Untergang, im wahrsten Sinn des Wortes. Der Boden scheint so weich aufgrund des hohen Grundwassers, bzw. der tiefen Lage des Landes zu sein, dass die Gebäude einfach in den Boden schmelzen, wie Käse auf einem Sandwich. Wir konnten einige schon sehr schiefe Gebäude beobachten, bei denen man sich fragt, wie darin noch Regale oder ähnliches an die Wand gebracht werden können, bzw. wie die darin aufbewahrten Gegenstände an Ort und Stelle gehalten werden können.Nach einer opulenten Captains Schmorstunde verzogen wir uns dann in unsere Kojen, denn am nächsten Tag sollte ja Rotterdam erobert werden und dafür wollten wir fit sein. Rotterdam Um 09.00 Uhr am nächsten Morgen zogen wir Rocis Kiel aus dem Schlamm und machten uns auf den Weg. Und wieder öffneten sich alle Brücken wie von Geisterhand und selbst die, die laut Beschreibung noch geschlossen sein sollten, öffneten sich bei unserer Ankunft sofort. Auch die große Brücke Algerabrug, kurz vor Rotterdam, öffnete sich mit unserem Erscheinen, sodass wir keinerlei Wartezeiten hatten. Bereits kurz nach Gouda passierten wir die letzte Schleuse und von da an hatte die Hollandse Ijssel wieder Gezeiten, also Strömung, und auch das sonstige Bild veränderte sich. An manchen Stellen noch wie ein stolzer Fluss mit unzähligen Biegungen und Schilf und Wiese an ihren Ufern, war sie doch mehr und mehr industriell verbaut, mit Spundwänden eingefasst und kündigte so das wirtschaftliche Zentrum Rotterdam an. Auch der Verkehr nahm nach und nach wieder zu und spätestens mit Erreichen der Nieuwe Maas brauchten wir unsere ganze Konzentration zwischen Flusskreuzfahrtschiffen und kleinen und größeren BinnenfrachterUnd trotzdem war es wie in Amsterdam ein tolles und erhebendes Gefühl auf dem Wasserweg in eine Stadt einzufahren, die uns mit ihrer Skyline willkommen hieß. Nur noch zwei Brücken bis zu unserem Ziel, noch einmal Funkkontakt aufnehmen und wieder dauerte es keine fünf Minuten, bis sich die Brücken öffneten. Sicher in der Marina Rotterdam vertäut, stolz auf unsere Leistung, gönnten wir uns ein frühes Bier und genossen die entspannte und geglückte Fahrt bis hierher. Die erste längere Etappe war geschafft. Wir waren in 10 Tagen von Hamburg nach Rotterdam gekommen und das sogar mit Pausen und Aufenthalten. Also vollkommen entspannt. Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir sehr viel unter Motor unterwegs waren. Jedoch, wo wir segeln konnten sind wir gesegelt und die nächsten Etappen entlang der belgischen und französischen Küste werden definitiv segelintensiver werde
Was bisher geschah!
21. April 2022
Roci und ich sind unterwegs und es ist so viel passiert, dass ich erst jetzt dazu komme Dir ein Update zu schicken. Mittlerweile sind wir bereits in Rotterdam, wo ein paar Tage Pause gemacht wird. Damit es nicht zu viel wird teile ich den Newsletter in zwei Teile. Dieser hier bis ins Ijsselmeer. Der nächste dann bis Rotterdam. Ab jetzt kannst Du uns übrigens auch quasi live verfolgen. Der Link zu der Trackingseite lautet: https://forecast.predictwind.com/tracking/display/SVRocinante Es ist sehr schade, dass unsere Route bis hierher nicht zu sehen ist, aber wir hatten technische Probleme mit dem Satellitentelefon. Ab jetzt kann man aber hoffentlich den ganzen weiteren Weg auch im Nachhinein nachvollziehen. Die Buchungen der Törns sind leider weiterhin sehr mau. Daher wurde es bis hierher eher ein Überführungstörn, als ein Kojencharter. Auch deshalb haben wir uns nicht mehr an den Törnplan gehalten, sondern sind soweit gefahren, wie wir halt gekommen sind. Solltest Du jetzt, wo der Frühling seine Wärme auch nach Deutschland getragen hat, spontan Lust auf segeln haben, dann melde Dich jederzeit. Es ist Platz und Roci und ich sind gut drauf. Nächste Einstiege sind Samstag 07.05.2022 in Le Havre, Samstag 14.05.2022 St. Malo, Samstag 21.05.2022 Brest 3 Wochen Offshorepassage und Samstag 11.06.2022 wahrscheinlich Terceira, Azoren (Änderung zum Törnplan) 2 Wochen Offshore Passage. Solltest Du Lust haben, aber nicht an einem der Einstiege sein können, dann melde Dich trotzdem. Wir bekommen bestimmt auch etwas auf dem Weg hin. Dieser Bericht wird etwas länger und umfasst, Rocis Taufe, den Aufbruch in Hamburg über Wedel nach Cuxhaven und die erste längere Passage über Nacht von Cuxhaven nach Makkum. Aber von Anfang an… Die Taufe Wie geplant haben wir am Donnerstag, den 07.04.2022 eine kleine Taufe durchgeführt. Eher eine Umtaufe. Gerade deshalb kam es mir enorm wichtig vor, den neuen Namen unter Berücksichtigung der Tradition zu zelebrieren. Auch wenn das Wetter richtig mies war und wir für die Zeremonie sehr sorgfältig eines der fünf Minuten währenden Zeitfenster zwischen zwei Hagelschauern abpassen mussten, hatten wir viel Spaß.
Es geht sowas von voran…
24. März 2022
Tausend Dinge passieren gleichzeitig. Und während ich auf den Kanaren noch Segler ausbilde kommen wir mir Wo ist Roci? in die finale Phase. Mein Freund Philip, mit dem ich in 2021 auch über den Atlantik gesegelt bin, hat die Homepage fertig gemacht und online gestellt. Ab jetzt könnt ihr unter www.woistroci.de alle Infos über Rocinante, mich und die Törns erfahren. Schaut Euch auch Philips Seite und seine Arbeit unter onyva.xyz an. In Hamburg Finkenwerden geht es zur gleichen Zeit auch richtig voran. Wie ihr unten sehen könnt ist die Roci bereits vom langen Winterschlaf erwacht, sauber und bereit zur Wasserung. Passend zu diesen Fortschritten haben WiR einen Krantermin am 31.03.2022 für die Rocinante ergattern können. Die öden Tage an Land sind also fast vorbei und bald wird sie wieder schwimmen. Darüber hinaus ist der Gerätetrager installiert und er ist krass. krass. krass. Teile meines Windpiloten hängen zwar leider noch im Zoll, aber auch hier bin ich optimistisch, dass das noch klappen wird und wir den bis zum Start des ersten Törns nach Harlingen, also bis zum 09.04.2022, eingebaut haben werden.
Update aus HH and more…
11. März 2022
Ich bin zurück von der Rocinante und wir hatten eine sehr produktive Zeit in Hamburg. Da ich ab morgen schon wieder als Segellehrer auf den Kanaren im Einsatz bin, hier, heute noch ein Update von und über „Wo ist Roci?”. Leider überschattet das aktuelle politische Geschehen im Moment alles. Auch an uns bei „Wo ist Roci?” geht natürlich der Russische Angriffskrieg in der Ukraine nicht spurlos vorbei und macht uns fassungs- und sprachlos, wie es dazu kommen konnte. Wie auch unsere eigene, wenn auch laienhafte, Einschätzung der Situation so falsch sein konnte. Auch WiR solidarisieren uns mit allen zur Flucht gezwungenen Menschen. Natürlich auch über die Ukraine hinaus. Gerade beim Segeln in den Revieren in den östlichen Kykladen, südlich von Sizilien oder auf den Kanarischen Inseln ist im Funk regelmäßig von übervollen, treibenden und manövrierunfähigen Wasserfahrzeugen zu hören. Und die Frage, die sich ein Skipper eines relativ kleinen Segelbootes dann stellt ist: Was tun, wenn wir irgendwann tatsächlich direkt auf ein in Seenot geratenes Boot mit Schutzsuchenden treffen? Diese Frage ist schwer und bisher in meinem Fall, zum Glück, nur in der Theorie zu beantworten. Die weitaus wichtigere Frage ist natürlich, wie kann Frieden und Wohlstand so verteilt werden, dass kein Mensch mehr gezwungen ist vor Armut und Gewalt zu fliehen und sein Leben auf der Flucht davor zu riskieren? Auch WiR haben bisher keine Antwort auf diese Frage. Leider ist unser Projekt nun auch unmittelbar in seinen Prozessen betroffen. Die steigenden Energie- und Treibstoffpreise verändern die Kalkulation der Ausrüstungsphase nicht unerheblich. Bestellungen hängen fest und Kapazitäten werden priorisiert, was das Einhalten des Zeitplans erschwert. Darüber hinaus gibt es jedoch offensichtlich noch einen eher immateriellen Aspekt, der uns noch ärger trifft. Ich habe im letzten Jahr und mit Blick auf SARS-CoV 2 immer gewitzelt, dass sich jetzt beruflich auf Tourismus einzulassen, und nichts anderes machen ja „Wo ist Roci?”, ein ausgesprochen ungünstiger Zeitpunkt sei. Die Einschränkungen im Reiseverkehr und die Unsicherheiten, die viele Menschen völlig zu Recht empfanden und empfinden, führen halt leider nicht dazu, dass sich Menschen eher auf ein Abenteuer auf dem Wasser einlassen. Jetzt haben wir eben Corona und zusätzlich einen Krieg auf europäischem Boden. Und wie Du wahrscheinlich selber weißt, oder an deinen eigenen Gefühlen spürst, führt dies nicht zu mehr Freiheit, sondern zu Sorgen und zwar sehr existenzialistischen. Da steht Urlaub bei vielen Menschen einfach nicht ganz oben auf der Liste. Leider spiegelt sich dies auch in den Buchungen unserer Törns wieder. Wenn Du also diesen Sommer keine Lust verspürst weite Reisen zu unternehmen und lieber in der „europäischen Nähe” bleiben möchtest, und trotzdem spannende Törns mit einem jungen Skipper und einem jungen Unternehmen erleben möchtest, dann schaue Dir doch nochmal unsere Törns an. Sie Segelreviere der Niederlande, Belgiens und Frankreichs sind leicht auch mit der Bahn zu erreichen und nicht weniger aufregend oder schön. Nun zur Rocinante!
Das Ausrüsten geht weiter
1. März 2022
Jan ist aus seiner langersehnten Auszeit aus Mexiko zurück und bei WiR geht es direkt wieder los. Die Surfskills sind verbessert und die Akkus sind voll für die letzten anstehenden Herausvorderungen. Bereits am Freitag geht es für Ihn wieder nach Hamburg und diesmal werden der finale Einbau des Geräteträgers, inklusive Aufbau der Solarpaneele und des Windgenerators, in Angriff genommen. Unter anderem… Darüber hinaus stehen das Abschleifen und Lackieren der Bodenbretter in Salon und Kabinen, der abschließende Einbau der Seewasser-Fuß-Pumpe, des AIS’, des Satellitentelefons und des Windpiloten auf der Liste. Dafür sind 6 Tage geplant, also ein extrem knackiger Zeitplan. Trotz Jan’s Abwesenheit waren WiR aber nicht untätig und es haben sich sehr wichtige und auch tolle Dinge ergeben. So wurde der Umschreibungsprozess abgeschlossen und sowohl das „Flaggenzertifikat” durch das Bundesamt für Hydrografie und Seeschifffahrt ausgestellt als auch die Funkzuteilungsurkunde durch die Bundesnetzagentur auf WiR umgeschrieben. Dies als tolle Dinge zu bezeichnen ist zugegebenermaßen ziemlich nerdig aber es sind zwei fette Meilensteine. Zum einen, no offense, aber die deutsche Bürokratie kann eine ziemlich schwierig zu verstehende Black Box sein und oft ist nicht klar wie lange bestimmte Prozesse dauern werden. Daher ist es toll, dass die Dokumente zu diesem Zeitpunkt bereits vorliegen. Zum anderen ist die erfolgreiche Umschreibung der Funkzuteilungsurkunde eine riesen Erleichterung, da WiR dadurch die MMSI (Maritime Mobile Service Identity= quasi die Telefonnummer des Schiffes) des Voreigentümer behalten konnten und die bereits vorhandenen Geräte, die mit dieser Nummer verbunden sind, wie Radar, mobiles und stationäres Funkgerät und die Rettungsmittel EPIRB (Electronic Positioning and Rescue Beacon) und das SARSAT (search and rescue satellite-aided tracking), nicht aufwendig gelöscht und neu programiert werden mussten. Auch, weil das immer mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Natürlich! Du siehst WiR arbeiten auf Hochtouren, um Dir ab dem 09.04.2022 mit dem ersten Törn von Cuxhaven nach Harlingen ein optimal ausgerüstetes und maximal sicheres Schiff zur Verfügung zu stellen. Auf fast allen Törns haben sich durch Ab- und Zusagen Veränderungen ergeben und im Moment finden wir auf fast allen Törns noch ein oder mehr Plätzchen für Dich. Zögere nicht und melde dich einfach bei Jan. Er wird Euch alle Fragen mit Begeisterung beantworten können. Entweder über den Button per Mail oder gern auch einfach und direkt per Signal, Telegram oder Whatsapp über die +4915229675501.
Das Ausrüsten der Roci beginnt
25. Januar 2022
Bevor es losgeht, kannst du dir den Stand der Buchungen im oberen Bild anschauen!Es kommen mittlerweile regelmäßig Pakete der verschiedenen Bootsausstatter bei mir an. Unter anderem ist schon einiges an Sicherheits- und Kommunikationsequipment angekommen. Das neue Iridium Go Satellitentelefon ist bereits da, genauso wie das mega geile AIS Gerät, was uns die Navigation in viel befahrenen Gebieten enorm erleichtern wird. Es ist echt etwas wie Weihnachten im Moment. Weihnachten im Januar.Außerdem, und das ist mir besonders wichtig gewesen, ist der neue Anker auch schon am Start. Ich wollte gerne einen Rocna Anker, weil ich insbesondere bei sandigem Grund sehr, sehr gute Erfahrungen mit dieser Art Anker gemacht habe. Jetzt haben wir einen 25 Kg Rocna Anker, der uns bei allen Winden an Ort und Stelle halten und uns gut schlafen lassen sollte.Letztes Wochenende waren mein Freund Max (vielen Dank Max!!!) und ich in Hamburg bei der Bootswerft Heuer, wo die Roci im Moment steht, und haben den Heckkorb ab- und die Salzwasserfußpumpe eingebaut.Aber eins nach dem Anderen.Ich plane bereits seit Dezember mit dem Schlosser vor Ort Dietmar den Geräteträger. Der Geräteträger wird ein enorm wichtiger Bestandteil der Ausrüstung, da er sowohl die Solarpanele und den Windgenerator tragen wird, als auch den Motorkran und die Davits zum Hochziehen von „Dinghy”, unserem Beiboot und seines Motors. Der Geräteträger wird also eine sehr zentrale Rolle hinsichtlich unserer autarken Energieversorgung spielen. Und gerade, wenn wir von Bucht zu Bucht unterwegs sind, ist es einfach toll, wenn wir mit zwei Handgriffen das Dinghy am Heck hochziehen können und es nicht jedes Mal auf den Bug zerren müssen.Allerdings musste, um den Geräteträger ideal anzupassen, der Heckkorb abgebaut werden, was nicht so einfach war. Insbesondere bei den momentanen Temperaturen.Wir haben gefroren, sind nass geworden und mussten uns in Kisten qutschen, aber zu guter Letzt konnten wir den Heckkorb unter zuhilfenahme eines Wagenhebers, ordentlich WD40 und grober Gewalt abmontieren. Nun ist wieder Dietmar dran.Gleichzeitig haben wir noch eine Salzwasser Pumpe eingebaut. Bisher hatten alle Schiffe, auf denen ich länger unterwegs war so etwas und ich habe es wirklich zu schätzen gelernt. Dieses „fließende Wasser”, was wir per Fußpumpe direkt aus dem Meer holen, hilft uns sehr dabei auf den langen offshore Passagen Süßwasser zu sparen. Man kann auf diese Art ab- oder sich die Hände waschen und so das kostbarste Gut auf dem Schiff schonen.Das nächste Mal geht es Anfang März wieder nach Hamburg. Dann werden Laderegler, AIS, Satellitentelefon, Solarpanelle, Windgenerator usw. eingebaut.Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.
Reden wir über Corona!
9. Januar 2022
Zwischen den Jahren ist mir aufgefallen, dass “Wo ist Roci?” mit WiR abgekürzt werden kann, was ich extrem cool finde. Denn es geht bei „Wo ist Roci?” um Dich und um mich. Es geht um uns, um das „Wir” beim Segeln. Wundere Dich also nicht, wenn Du in Zukunft hier öfter mal das „WiR” liest. Segeln wie Ihr wollt! Nach dieser kleinen Einleitung gehen wir auch sofort rein und zwar dahin wo es weh tut. Als Hintergrund etwas Musik? Klickt auf den Link, startet den Song und kehrt dann zurück zu dieser Mail, um sie in Ruhe zu lesen.
